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Die Schweiz und ihre Visionen (4)

Garten- und Landpflege anstatt landwirtschaftliche Produktion

Es gibt solche, die sehen ihr Heil im Jammern und solche, die tun was. Die Macher unter den Landwirten seien an dieser Stelle gelobt aber nicht weiter erwähnt.

Die Jammerer, welche nach staatlicher Regulierung schreien, begründen ihr Gezeter gerne und oft damit, dass man sie unterstützen müsse, weil sie unter anderem für das gute Aussehen und die optische Pflege der Schweiz sorgen. Das mag stimmen, abgesehen von in der Natur der Sache liegenden Geruchsemmissionen und Schönheitsfehlern wie vom Rindvieh verschiessenen oder von den Traktoren verdreckte Strassen. Braucht es aber für die Landschafts- und Parkpflege des Gartens Schweiz wirklich überall die klassische Landwirtschaft mit einer Produktion, die viel zu teuer und nicht konkurrenzfähig ist?

Was wäre, wenn man sich in jenen Gebieten, in denen nicht wirtschaftlich produziert werden kann, auf die minimale Landpflege beschränken würde? Der Bund gibt den Kantonen, diese den Gemeinden einen klaren Leistungsauftrag, der regelt, in welcher Form diese Gebiete gepflegt werden müssen. Kantone und vor allem die Gemeinden stellen schliesslich Landschaftsgärtner an, die die Verwaldung verhindern, die mähen wenn und wo nötig, die reinigen bei Bedarf und so weiter. Dafür können Arbeitsplätze für weniger gut qualifizierte Menschen bereitsgestellt werden, die kein eigenes Heimetli und keinen eigenen Bauernbetrieb brauchen. Geführt würden sie von einem Werkhofschef, von denen es in den Gemeinden überall einen gibt.

Willkommene Effekte daraus: Arbeitsplätze für Menschen, die kaum eine Stelle finden können. Auslastung der Werkhöfe und der dazu gehörenden Infrastruktur bei den Gemeinden. Weniger Arbeitslose, weniger jammernde Bauern, keine unverkäufliche Produktion, zielgerichteter Einsatz und Ersatz der bisherigen Landwirtschaftssubventionen. 

Liebe Bauern, obwohl ihr das nicht gerne hört, aber in der heutigen Welt ginge es auch ohne euch. Zum eurem Glück seid ihr unverhältnismässig übervertreten im Parlament, was euch bis heute stets gerettet hat. Denkt bitte daran, wenn ihr das nächste Mal aus Protest eure überproduzierte Milch vor dem Bundeshaus ausleert!

Nächstes Mal: Ein neues Besteuerungssystem als Problemlöser

 

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09. Oktober 2011, 17:29:36