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Subvention killt Innovation

Beispiel SBB Cargo

Die Nachrichten von SBB Cargo geben zu denken. Die Zahlen sind katastrophal, die aufgebrachten Mitarbeiter sind zornig und verstehen die Welt nicht mehr. Das alles ist Faktum. Nur, die Sicht nach vorn, die Lösungsansätze fehlen. Was ändert, wenn die einst glänzenden Figuren zur Rechenschaft gezogen werden? Lasst sie in Ruhe und Vorlesungen geben. Sogar der kleine Mann der Welt hat mehr als realisiert, dass Versager am Werk waren. Steckengeblieben im eigenen Filz, aus dem sie hervorgegangen sind. Eine PUK? Was nützt sie dem Mitarbeiter in Bellinzona und Fribourg? Sie wäre nur Mittel zum Zweck im politischen Machtspiel. Warum hat man nicht den Mut zu sagen, was Sache ist? Ganz einfach, die Elite will sich gegenseitig nicht weh tun! Statt den Segen zu erteilen hätte, der Bischof von Lugano gescheiter Klartext geredet und sich an die Enzyklika Rerum Novarum erinnert. Alle, Politiker und Kirchenfürsten profitieren geschickt vom Schicksal der Arbeitenden, um die und deren Sicherheit sich bis heute niemand gekümmert hat. Oder etwa doch, im politischen Engagement oder in der leeren Kirche? Wer weiss, vielleicht fehlte es bisher an runden Tischen. Lächerlich! Sind Sie anderer Meinung? Dann sagen Sie es mir.

Warum macht man, wo Beweise vorliegen und die Ohnmacht dominiert, nicht Nägel mit Köpfen? Warum macht man die Transportwelt nicht zum aktiven Partner, wie das Nationalrat Giezendanner vorschlägt? Weil er nicht in der SP ist? Nein, sonder weil es zu einfach ist. Weil man die Sache politisch und nicht sachlich lösen will. Schade. Darunter leiden ja nur die Arbeiter von Bellinzona und Fribourg. Wo ist der neue Präsident der SP?

Die herrschende Vertrauenskrise zwischen den Gewerkschaftern und der SBB ist das logische Ergebnis bisheriger fauler Kompromisse. Es ist höchst unsozial und verwerflich, wenn in der Personalpolitik zwischen dem Gewerkschaftsboss und der Unternehmungsleitung faule Kompromisse gemacht werden, deren negative Auswirkungen erst nach der bilateralen Pensionierung sichtbar werden. Es trifft wie meistens die Falschen: Gutgläubige Gewerkschaftsmitglieder und einfache Mitarbeitende, die den Chefs einst im Glauben zugejubelt haben. Ein Unternehmen dieser Art ist immer Veränderungen ausgesetzt. Leider macht das Ergebnis heute den Eindruck, es sei bei deren Bewältigung nicht geführt worden.

Die heutige Unternehmungsleitung mit CEO Meier an der Spitze ist glaubwürdig. Gebt ihm Zeit und geht zur Arbeit, löst die Herausforderungen sachlich und gemeinsam, nicht politisch. Weder für die Mitarbeitenden noch für das Unternehmen sind die von der Politik vorgeschlagenen Subventionen die Lösung. Wo Subventionen bezahlt werden, lähmen sie und killen Innovation und Engagement. Die wohl bequemste aber dümmste aller politischen Lösungen!

Kommentare

Officine FFS: guardare avanti

  • Von: >Matteo
  • , 17. März 2008,
  • 11:46

Ciao Karl,

mi propongo di tradurre le tue riflessioni.
Ti segnalo questa massima
"Povero quel Paese che non riesce a immaginare che tra 10 anni, tra le principali aziende, ve ne possano essere alcune che oggi ancora non esistono".

A presto

Officine FFS: guardare avanti

  • Von: >Matteo
  • , 17. März 2008,
  • 11:42

Ciao Karl,
in attesa di tradurre le tue riflessioni, ti segnalo questa massima
"Povero quel Paese che non riesce a immaginare che tra 10 anni, tra le principali aziende, ve ne possano essere alcune che oggi ancora non esistono".

Le mie riflessioni sul tema le puoi leggere a
http://spuntidivista.s... FFS%3A guardiamo anche
A presto

Genau

  • Von: M.M.
  • , 14. März 2008,
  • 19:39

so ist es! Aber wenn sich Politiker ins Geschäft einmischen, dann kommt es meistens nicht gut. Wobei: Wenn ich mir so die Ergebnisse einiger Manager anschaue - na, ich weiss nicht.

Genau so

Manager kann man in die Wüste schicken (ausser bei der UBS). Politiker aber bleiben mangels besserer Alternativen meist viel zu lange auf dem Sessel.

Subventionen killen Innovationen

Schon richtig, eigentlich ist das ja zutreffend. Es erinnert mich auf eine Art auch an die Swissair. Auch damals zuerst Misswirtschaft durch das Management, dann Finanzspritze oder Subvention vom Bund und dann ab in die Luft....

Dann die Lufthansa als Mutter -Reorganisation der Swiss, nötige Strukturbereinigung und siehe da Erfolg, sichere Arbeitsplätze neue Arbeitsplätze ....

Nun der nächste Mittwoch wirds bringen. Sondersession in Bern - Session abgeleitet aus dem lat. Wort sessiuncula oder zu Deutsch kleine Sitzung oder Kränzchen..

visionslos

  • Von: >Ticino
  • , 18. März 2008,
  • 08:55

Wenn man die gesamte Situation im Tessin betrachtet stellt man fest, dass uns die grosse Vision fehlt. Darum und nur darum versuchen wir wie wild das Alte zu erhalten. Das wird sich rächen selbst wenn der Bund uns jetzt unterstützt. wir werden höchsten eine Chemo bekommen das wuchernde Geschwür aber bleibt bestehen und die Krankheit bricht wieder aus. Wir haben noch andere Beispiele z.b. die Leventina. die Zukunft der Leventina nach der Inbetriebnahme des längsten Tunnels der Welt wird verarmen und allein gelassen. Wir müssen beginnen unsere Hausaufgaben zu machen.

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09. Oktober 2011, 17:29:36